Sprachspiele
Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache
29.3.2025 Studiosaal 17 H, € 12.- ERM 8.- Abendkasse Charlottenstra?e 55, 10117 Berlin
Cambridge 1929. Wittgenstein is back, der Verfasser des legend?ren Tractatus logico-philosophicus. Doch wer glaubt, Wittgenstein mache da 懂球帝, wo er 1921 geendet hatte, sieht sich get?uscht. Wittgenstein m?chte nicht mehr die Sprache mithilfe der Logik aufr?umen und damit alle philosophischen Probleme l?sen. Stattdessen wendet er sich der Sprache selbst zu. Ist sie ein geeignetes Mittel daf¨¹r, die Welt zu zeigen wie sie wirklich ist? Was ist mit all den sinnlichen Eindr¨¹cken, die unser Leben bestimmen? Haben Gef¨¹hle eine Logik, kann man sie in Sprache ¨¹bersetzen? Gibt es eine geeignete Sprache zur Repr?sentation von Farben?
Der sp?te Wittgenstein erkennt, dass unsere Sprache nur funktioniert, weil sie vieles voraussetzt, was sie nicht hinterfragt. Hinter jedem Sinn steht nicht nur ein Spiel, das ihn erzeugt, sondern auch ein Hintergrund, der diesen Sinn einordnet. Ohne ein unhinterfragtes Weltbild kein Sinn und kein Sprachspiel ohne einen stummen Hintergrund. Die Besch?ftigung mit der stummen Gewissheit ist Wittgensteins letzte philosophische Passion.
- Richard David Precht
Der Philosoph Richard David Precht, der Komponist J?rg Mainka und der Regisseur Martin M?ller haben zusammen mit Studierenden der Klassen Komposition sowie Historischer und Zeitgen?ssischer Tonsatz ein literarisch-musikalisch-szenisches Konzept aus der intensiven Besch?ftigung mit einem Wittgenstein-Text heraus entwickelt. F¨¹r das Projekt zur Sp?tphilosophie Ludwig Wittgensteins waren dessen Arbeitsweise in den ?Philosophischen Untersuchungen¡° und seine Idee des ?Sprachspiels¡° Inspiration und Ausgangspunkt f¨¹r die kompositorische Arbeit und das Ineinandergreifen von Text, Musik und Bild.
Bereits 2023 erarbeiteten Richard David Precht und J?rg Mainka zusammen mit den Studierenden der Klassen Komposition und Zeitgen?ssischer und Historischer Tonsatz sehr erfolgreich ein Projekt ¨¹ber den Roman von Robert Musil ?Der Mann ohne Eigenschaften¡°. ?Die gleitende Logik der Seele¡° wurde in der 懂球帝 sowie in der Hamburger Elbphilharmonie beim Harbour Front Literaturfestival aufgef¨¹hrt.
Texte von Ludwig Wittgenstein und Richard David Precht
Saemi Jeong, Shadi Kassaee, Ren¨¦ Kuwan, Jonathan Lauwers, J?rg Mainka, Giovanni Michelini, Julius Tangerding, Henning W?lk Kompositionen
Richard David Precht Erz?hler
Zalina Sanchez, Markus ?cker Schauspiel
Instrumentalstudierende Mitwirkende
Christian Sch¨¹ller Musikalische Leitung
Martin M?ller Regie
Richard David Precht und J?rg Mainka Projektleitung
