Die Frauen von Nagyr¨¦v
Samstag 06.06.2026 06.06.2026 - 06.06.2026, € 14,¨C Theaterdiscounter Berlin Klosterstr. 44, 10179 Berlin
Brutalit?t war im verarmten ungarischen Dorf Nagyr¨¦v allt?glich. Viele der M?nner waren kriegstraumatisiert und dem Alkohol verfallen. Die Frauen arbeiteten und sorgten sich um Kinder und Alltag. Und sie begannen sich zusammenzuschlie?en; t?teten 300 Menschen, darunter ihre Ehem?nner: die t?dlichste, von Frauen angef¨¹hrte Arsen-Epidemie der Geschichte. Historisch v?llig alleinstehend reiht sich das Geschehen dennoch in viele Erz?hlungen von Gewalt ein, in denen sich Frauen zur Wehr setzten und das Regime ¨¹bernahmen: von den Amazonen in Kleists Penthesilea ¨¹ber Klyt?mnestra in Aischylos' Agamemnon bis zu Euripides' Medea.
Kann der Versuch, mit Gewalt gegen ein gewaltvolles System aufzubegehren, ein erster Schritt sein? Studierende der ¶®ÇòµÛ f¨¹r Musik Hanns Eisler verkn¨¹pfen in dem musiktheatralen Werk die Geschichte der M?rderinnen mit antiken Mythen und Utopien einer Gesellschaft ohne Gewalt, die von Vordenker*innen wie bell hooks inspiriert sind. Gesang, Electronics und Schlagzeug verbinden experimentelle zeitgen?ssische Kl?nge mit volksliedartigen Reminiszenzen und improvisierter Percussion.
Kirsi Alanko, Sara Wijlaars, Hanna H¨¢betler, Sophia Haider Mitwirkende
Lan Sticker Schlagzeug & Electronics
Christina Constanze Polzer Regie & Text
Clara Magdalena Richter Dramaturgie & Text
Cecelia Philippi Palumbo Komposition
Pauline Heitmann B¨¹hne & Kost¨¹m
Marco Philipp Licht & Technische Unterst¨¹tzung
Paul-Georg Dittrich Mentorat Regie
Josefine Schmitz Assistenz B¨¹hne & Kost¨¹m
Christina Constanze Polzer studierte Schauspiel an der Anton Bruckner Universit?t Linz. Am dortigen Landestheater war sie von 2016¨C2018 als Nachwuchsschauspielerin im Schauspielstudio engagiert. Nach dem Studium arbeitete sie erst freischaffend (u.a. TdJ Wien, Raimundspiele Gutenstein), bevor sie 2019¨C2023 am Tiroler Landestheater Innsbruck engagiert war. 2023 inszenierte sie in Klagenfurt ?All das Sch?ne¡° von D. Macmillan, 2024 folgte nach dem Gewinn des S¨¹dtiroler FRINGE-Wettbewerbs ihre erste Operninszenierung: ?LORIT ¨C Eine Endzeitoper¡°, gezeigt im Teatro Sanb¨¤Polis (Trient/Trento), an den Vereinigten B¨¹hnen Bozen/Bolzano und am Tiroler Landestheater.
Cecelia Philippi Palumbo ist eine Niederl?ndisch-Amerikanische Komponistin, Bratschistin, Pianistin und K¨¹nstlerin und studiert seit 2024 Komposition an der HfM Hanns Eisler bei Hanspeter Kyburz und James Wood. Sie ist vielfache Preistr?gerin internationaler Kompositionswettbewerbe und l?sst sich inspirieren von Literatur, Geschichte, Mathe und anderen Wissenschaften. Ihre Kompositionen wurden u.a. vom das Matangi Quartett aufgef¨¹hrt, dem HERMESensemble, NBE und vom Berliner Lautsprecherorchester sowie bei der Gaudeamus Muziekweek und November Music. Letzte Projekte waren Kinderballett ?Paloma¡° und Musiktheaterst¨¹ck ?Nachtfalter¡°. Sie ist Mitbegr¨¹nderin des Konzertformats ?Zusammenhall¡°.
Pauline Heitmann ist B¨¹hnen- und Kost¨¹mbildnerin mit Arbeitsschwerpunkt in Berlin und M¨¹nchen. Sie studierte Theaterwissenschaften sowie B¨¹hnen- und Kost¨¹mbild in Berlin, Leipzig und London. Momentan arbeitet sie als Kost¨¹mbildassistentin an den M¨¹nchner Kammerspielen, wo sie zuletzt f¨¹r Balance and Harmony das Kost¨¹mbild gestaltete.Ihre gestalterische Praxis bewegt sich zwischen Musiktheater, Schauspiel, Performance und Film, mit einem besonderen Interesse f¨¹r R?ume und Kost¨¹me, in denen geltende Machtstrukturen hinterfragt und Utopien erprobt werden. Eigene Arbeiten entstanden u.a. im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2025, gemeinsam mit dem Kollektiv prog.dep.89 in der Halle 6 sowie der Reaktorhalle M¨¹nchen.
Clara Magdalena Richter studierte Musikwissenschaft und Philosophie an der HU zu Berlin sowie Musik an der Durham University. 2024 begann sie ihren Master in Produktionsdramaturgie an der HfM Hanns Eisler Berlin. In ihrem Studium besch?ftigte sie sich haupts?chlich mit der Forschung zu Komponistinnen und feministischen Ans?tzen im Musiktheater. Sie arbeitete als Dramaturgin f¨¹r die Kinderoper ?Tannh?user¡° bei den Bayreuther Festspielen, f¨¹r das Urauff¨¹hrungsprojekt ?What Joy¡° bei den ?Neuen Szenen VII¡± in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin und die St¨¹ckentwicklung ?nirgend_anders¡° mit der jungen norddeutschen philharmonie. 2022¨C25 war sie als Dramaturgin am Kinderopernhaus Berlin engagiert.